HERZLICH WILLKOMMEN!

Mit diesem Blog möchte ich gerne alle Interessierten einladen, an unseren Törns teilzuhaben.
Für Bootfahrer soll es eine Hilfestellung zur eigenen Törnplanung sein, wobei alle Hinweise sich immer auf das Jahr beziehen, in dem wir die Tour gemacht haben, d.h. sie werden nicht laufend aktualisiert! Für weiterreichende Anfragen stehe ich gerne zu Verfügung.
Die Fotos können durch Anklicken vergrößert werden, aber nicht ohne Erlaubnis heruntergeladen oder anderweitig verwendet werden, denn das Urheberrecht liegt bei mir, schreibt mich einfach bei Bedarf an.
Ihr findet mich übrigens auch bei Instagram unter @my_bettelu

Nun aber viel Spaß beim Lesen ... Gruß Bettina

2023 – es geht wieder in den Norden > über Hamburg und die Nordsee nach Bremerhaven ...
            ist aber noch noch nicht vollständig 🖥️ ...

Letztes Update: August 2023

2023 – es geht wieder in den Norden > über Hamburg und die Nordsee nach Bremerhaven ...





Mit diesem schönen Glücksbringer, ein selbstgemachtes Geschenk von Beate 🙏 starten wir bei frischen, aber sonnigen 15°C am 30. Mai in die neue Saison. Vor der Kranung erneuern wir noch den Luftfilter, füllen den internen Kühlkreislauf etwas auf, öffnen die Seewasserventile und bestücken die BetteLu mit frisch gewaschenen Leinen und Fendern, man sagt auch klarieren dazu. Mittags kommen die Hafenjungs mit ihrem Hubwagen und fahren mit ihr zum Kranplatz, dort wird sie, wie immer schön sanft, in ihr Element, das Wasser, zurückgehoben. Wir gehen an Bord und checken alle Bilgen, aber alles bleibt schön trocken 👍 Nun zum spannenden Moment: springt der Motor direkt nach der langen Winterpause an ... Leider nein, erst beim 8. Versuch 😲 BEATE - ich glaub der Glücksbringen muss etwas GRÖSSER sein!!! Nach einer kleinen Probefahrt auf den Kanal raus, geht es in unsere Box, wo die Nachbarschiffe den ganzen Winter über auf diesen Moment gewartet haben. Für uns heißt es nun, das Schiff weiter für die Sommersaison vorzubereiten: die zuhause gereinigten und gewachsten Relingwände anschrauben und die neue Persenning montieren. Am Tag darauf schrubben wir bei sonnigen 22°C die Gangbord und das Achterdeck, ruckzuck ist es bei dem Wetter wieder trocken, so dass wir den Teppich legen und die Backskiste stellen können, beides darf immer zuhause überwintern. Nach 2 Jahren steht in diesen Frühling der Ölwechsel wieder auf unserer ToDo-Liste: das alte Öl wird abgepumpt und frische 13 l wieder eingefüllt. Auch getauscht werden die beiden Dieselfeinfilter, in der Hoffnung, dass dann unsere immer wieder auftretenden Startprobleme endlich der Vergangenheit angehören!!! Ebenso bekommt der Luftfilter seinen jährlichen Wechsel, damit sind wir im Motorraum fertig und können die Dämmplatten wieder einsetzen. Jetzt geht es draußen weiter: für den Autopiloten muss noch der Kompass platziert werden, oben auf dem Geräteträger finden wir eine passende Lücke. Etwas neues und gut sichtbares für unsere BetteLu gibt es noch: 2 schöne neue Fender in 🟢 und 🔴 wo welche Farbe hinkommt ist natürlich klar 😁 Nachdem noch die Wassertanks frisch befüllt sind und die Matratze wieder an ihrem Platz liegt, kümmere ich mich um die Betten und Ludger beseitigt im Salon das übliche Winterchaos. So können wir am 25.06. endlich wieder an Bord übernachten 😴😴 Bei einer kleinen Ausfahrt, der Motor startet übrigens sofort 👍 kalibrieren wir den Kompass: auf freier Strecke müssen wir dafür etwas im Kreis fahren und siehe da, es funktioniert. Nun geben wir ihm mal einen Kurs vor und schön brav bleiben wir in der Spur 👍 lediglich bei einem an der Spundwand festgemachten Leichter fühlt sich die BetteLu zu diesem hingezogen, ebenso bei Brücken ist es besser den Autopiloten kurz auszuschalten. Aber fährt man hinter einem Berufsschiffer in seinem Fahrwasser musste man sonst ständig nachlenken, nun hält der Autopilot trotz unruhigem Wasser den Kurs >>> Wir sind voll zufrieden mit unserem winterlichen Großprojekt 💪💪 Die nächsten 14 Tage ist Ludger beruflich unterwegs, so nutze ich die Zeit und fahre 2 mal alleine zum Boot, das Auto jeweils gut bepackt mit Lebensmitteln, Getränken und sonstigem Kram, den man so für die Sommersaison benötigt.

Nachdem alles in den Schränken, Bänken und Bilgen verstaut ist, nutze ich beim ersten Besuch die Zeit für etwas, was ich am liebsten mache, wenn ich ganz alleine hier bin: das jährliche Putzen und Polieren der gesamten Oberflächen. So kann ich in Ruhe rumwuseln und keiner ruft nach mir oder läuft da wieder durch! Beim 2. Besuch bringe ich u.a. die Sofakissen, Dekosachen und neue Tischdecken mit, jetzt zieht hier die Gemütlichkeit wieder ein 😍 Der Glücksanker von Beate hat seinen Platz zusammen mit 3 Pinguinen und weiteren maritimen Dingen in einem neuen Dekotablett auf dem Tisch gefunden. Außerdem hatten wir uns an der neuen Persenning in die Dachteile Gürtelschlaufen nähen lassen, da ziehe ich batteriebetriebene Seillichterketten durch, so können wir es uns abends noch gemütlicher machen. Jetzt im Hellen kann ich die Wirkung natürlich noch nicht testen. Während wir im Frühsommer noch am Prüddeln sind, fahren andere schon auf ihre Sommertour. Beate & Elmar z.B. möchten in die Niederlande und bekommen als Infomaterial meine Tourplanung aus dem Jahre > 2019 < mit. Als wir Anfang August mal wieder zu unserem Schiff kommen, erwartet uns diese Überraschung auf dem Tisch: die Mappe mit einem Dankeszettel und diese wunderschöne dimmbare Lampe, die sie für uns personalisiert hat 🙏🙏 > > >  Welche Mappe möchtet ihr im nächsten Jahr haben???  < < <
Da wir über Nacht bleiben, sehen wir sie abends dann auch im Dunkeln 🥰

... ebenso unsere Lichterketten, die unter der Persenning sitzen. Was wir sehen 👀 gefällt uns sehr sehr gut!
Morgens gibt es für uns erst ein gemütliches Frühstück im Hafen und anschließend eine kleine Ausfahrt bis zur nächsten Liegestelle, es ist unser letzter Bootstag vor unserem baldigen Start in den Sommerurlaub ... Nach einer Teepause in Schmedehausen wollen wir die Rückfahrt antreten, doch wieder hat unser Motor seine Startprobleme 😖 erst beim 8. Versuch klappt es. Auf dem Rückweg sehen wir die Feuerwehr Greven, die am Kanal mit ihrer Jugend Feuerlöschübungen druchführt, wir sind aber trocken geblieben 👍

A N F A N G ⏫

> > >  S O M M E R T O U R  < < <


Unsere diesjährige Sommertour soll uns in den Norden führen: geplant ist über Hannover nach Hamburg und Brunsbüttel, dann je nach Wetter über den Hadelner Kanal oder über die Nordsee nach Bremerhaven, Oldenburg und wieder zurück nach Fuestrup. Mal sehen, was die nächsten 4 Wochen so an Abendteuern auf uns zu kommen ...

Tag 1: Fuestrup > Bad Essen
>>> 91 km in 9,4 Stunden Fahrtzeit <<<

Nach einem herrlich geselligen Abend mit anderen Eignern im Hafen, dem ich viele juckende Insektenstiche als Andenken zu verdanken habe 😮 starten wir morgens um kurz nach 6 Uhr die Maschine und verlassen bei trockenen 20°C leise unseren Heinathafen. Während Ludger auf dem DEK Richtung Norden fährt, bereite ich in der Kombüse das Skipperfrühstück vor, das wir dann gemeinsam oben am Steuerstand zu uns nehmen. Nach fast 3 Std. passieren wir den Wasserwanderrastplatz Bergeshövede, an dem sehr viele Sportboote liegen, einige von ihnen gefühlt auch auch schon seeeeehr lange. Kurz danach biegen wir beim Nassen Dreieck in den Mittellandkanal ein und begegnen dort dem RAUMSCHIFF. JA, ihr habt richtig gelesen, das Schiff heißt so und ist in vielen Arbeitsstunden von den beiden Eignern Thea und Moritz rumpfmäßig verändert und selbst ausgebaut worden. Schaut mal bei Instagram 👀 dort lassen sie uns an ihren spannenden Abenteuern teilhaben (unbezahlte Werbung). Am späten Nachmittag erreichen wir unser heutiges Wunschziel, die Sportbootliegestelle Bad Essen, hier haben wir schon öfters übernachtet und uns immer sehr wohl gefühlt. Verschiedene Geschäfte sind bei Bedarf am anderen Ufer fußläufig sehr gut zu erreichen, ich besorge dort lediglich etwas Grillfleisch für morgen. Das heutige Essen hatte ich bereits zuhause vorgekocht, so können wir uns nach der langen Fahrt einen entspannten Abend gönnen.

Tag 2: Bad Essen > Hannover-Linden
>>> 89 km in 8,7 Stunden Fahrtzeit <<<

Heute klingelt bereits um 05:30 Uhr der Wecker, wir wollen wieder früh starten, um km zu machen, doch der Motor ist da nicht mit einverstanden. Immer mal wieder macht er Probleme, helfen konnte bisher niemand 😕 Ist es ihm mit 29°C zu warm da unten drin??? Ludger beschließt, einmal die Dieselpumpe auszubauen und zu reinigen, doch auch danach will er nicht anspringen. Jetzt werden auch wir trotzig und frühstücken erstmal ganz in Ruhe, vielleicht hilft es ja ... Zur Aufmunterung gibt es sogar lustige Eier heute 😁 Daran muss es gelegen haben, denn nach dem Frühstück sprang er sofort an 👍 Also wenn es an dem Ei liegt, das bekomme ich wohl täglich hin. Mit 3,5 Stunden Verspätung kommen wir jetzt endlich los, aber das Wetter ist prima: sonnige 21°C 🌞😎 Auf dem Wasser kommt uns das schön angestrichene und gepflegte Berufsschiff AMBULANT entgegen, so sauber sehen wir die Frachter selten. An der Sportbootliegestelle Lashorst liegen mehrere Boot eines nahe gelegenen Yachtclubs, es handelt sich wohl um eine kleine Ausfahrt mit geselliger Pause, freudig winken sie uns zu👋👋👋 vielleicht war es ja auch eine Einladung für uns ... Bei Lübbecke fährt die Weiße Flotte wieder, die 40 m lange EUROPA aus dem Jahre 1988 kommt uns entgegen, es sind allerdings nur wenige Fahrgäste an Bord (300 Pers. hätten Platz). Kurz darauf werden wir vom Frachter CHRISTINE überholt, er ist ziemlich leer und schaut somit viel aus dem Wasser heraus. Den Vergleich zur farbenfrohen AMBULANT hält er nicht stand, so trostlos sehen leider die meisten Frachter aus. Bei Minden kommt uns ein bekanntes Sportboot entgegen, die NICOLE, früher haben Klaus & Margrit mit ihr bei uns in Fuestrup gelegen. Die alte Schachtschleuse aus dem Jahre 1914 (noch funktionstüchtig) und die neue längere Weserschleuse von 2017 liegen im Nordabstieg zur Weser, es gibt hier auch ein Informationszentrum und einen Erlebnispfad zum Wasserstraßenkreuz, ein Besuch steht noch auf unserer ToDo-Liste. Vor der Kanalbrücke hat der langsamer fahrende Frachter ROSA-PAULA noch die Nase vorn, doch hier können wir ihn bequem über den schmaleren alten Trog überholen 👍 Von diesem haben wir auch einen schönen Weitblick Richtung Süden zum Wesergebirge. Hier steht östlich der Weser der 135 m hohe Fernsehturm Porta Westfalica, er stammt aus dem Jahre 1979 und auf der westlichen Weserseite das 88 m hohe Kaiser-Wilhelm-Denkmal aus dem Jahre 1896, dieses kann man auch prima von der Autobahn A2 sehen. Nach fast 9 Stunden Fahrt erreichen wir den Stichkanal Hannover-Linden und machen an der dortigen Sportbootliegestelle fest. Obwohl es bereits 19 Uhr ist haben wir noch eine Lufttemperatur von 28°C, somit gönnen wir uns den Anlegeschluck heute mal schwimmend im Wasser. Anschließend kommt das gestern gekaufte Fleisch und Brot auf den Grill und bei der inzwischen untergehenden Sonne lassen wir es uns an Deck gut schmecken.

Tag 3: Hannover-Linden > Heidanger
>>> 68 km und 1 Schleuse in 7,1 Stunden Fahrtzeit <<<
ABER ... durch unvorhersehbare Ereignisse werden es jedoch 12,3 Stunden 😲