HERZLICH WILLKOMMEN!

Mit diesem Blog möchte ich gerne alle Interessierten einladen, an unseren Törns teilzuhaben.
Für Bootfahrer soll es eine Hilfestellung zur eigenen Törnplanung sein, wobei alle Hinweise sich immer auf das Jahr beziehen, in dem wir die Tour gemacht haben, d.h. sie werden nicht laufend aktualisiert! Für weiterreichende Anfragen stehe ich gerne zu Verfügung.
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Nun aber viel Spaß beim Lesen ... Gruß Bettina

Letztes Update: Juli 2022

2022 - es geht über den Rhein zur Lahn


In der zweiten Osterwoche, am 21. April ist es soweit (recht früh für unsere Verhätnisse), die BetteLu wird wieder in ihr Element gesetzt, gehört sie doch ins Wasser und nicht an Land. Schon im Wasser, aber noch am Kran hängend, kontrollieren wir direkt alle Borddurchlässe, es bleibt aber überall trocken. Auch die Wellendichtung, die Ludger nochmals nachgezogen hatte, hält bei stehendem wie auch unter drehendem Propeller dem Wasserdruck stand > HURRA 👍👍 Wir stellen den Geräteträger noch auf und wollen zur kleinen Proberunde starten, doch nun will der Motor nicht mehr starten 😨😨 Ein Motorcheck und der Blick auf den Dieselvorfilter ergeben keine Auffälligkeiten, es ist alles augenscheinlich OK, nach weiteren Versuchen funktioniert es doch. Was auch immer es war ... wir wissen es nicht 🤷‍ 🤷🏻‍♂️ Eine kleine Proberunde kurz auf den Kanal raus und wieder zurück verläuft ohne Probleme, ebenso das erste Anlegen in unsere Box. Hier vervollständigen wir die Persenning und bringen die Relingwände wieder an, diese dürfen auch immer bei uns im Keller überwintern und sind vor kurzem frisch gewachst worden.


Am nächsten Tag geht das Putzen weiter, denn nach der Proberunde gestern hat sich gezeigt, wie schön das Wasser dank unseres Einsatzes abperlt 💧💧 Ludger kümmert sich um das dreckige Salondach, die Solarpanele können wir dafür ohne großen Aufwand zur Seite stellen. Ich nehme mir derweil das Achterdeck und die Gangbord vor, dabei hilft mir eine 12V-Minipumpe, die mir das Kanalwasser direkt an den Schrubber heranbefördert, das funktioniert SUPER ✨, an manchen Stellen muss auch eine alte Zahnbürste herhalten.
An den folgenden Tagen gibt es noch viel zu tun: nun wollen die Aufbauten gewaschen und poliert werden, das Ruder bekommt eine Fetteinspritzung, die Bugbatterien werden auch an den neuen Batteriemonitor angeklemmt, die Frischwassertanks bedrüfen einer Reinigung, leider haben sie keine Inspektionsklappe: der Versuch mit Gebissreinigertabs sieht 👀 und riecht 👃 erst vielversprechend aus, doch nach 2 Tagen ist es genauso unangenehm wie im letzten Jahr 😕 > wir bleiben vorerst bei stillem Mineralwasser für die Nahrungszubereitung 😕 Da sich die Wassertanks unter dem Eignerbett befinden, können wir erst nach 5 Wochen unsere Matratze mitbringen und an Bord übernachten 😴🛌 Bei herrlichem Wetter gönnen wir uns u.a. den ersten Anlegeschluck des Jahres und ein Fläschchen Rotwein 😋 Geschlafen haben wir vorzüglich und auch das Frühstück konnten wir morgens im Sonnenschein auf dem Achterdeck einnehmen > HERRLICH
> nun sind wir endlich in der Sommersaison angekommen 😎😎



Im Juni haben wir beide eine Woche Urlaub und starten unsere erste Tour in diesem Jahr. Gemeinsam mit unserem Nachbarboot VENTURA heißt es bei schönem 🌞 Wetter ablegen und Richtung Norden fahren. Der Kanal ist heute nicht viel befahren, so können wir weite Strecken nebeneinander fahren. Schade, dass grad kein Bekannter auf einer der Brücken steht und ein Bild von uns machen kann. Manchmal wäre eine Drohne doch schön, aber über dem Kanal darf sie dann auch wieder nicht fliegen ...
Beim Nassen Dreieck geht es in den Mittellandkanal, um dort bei km 4 in den Stichkanal Ibbenbüren einzubiegen, hier kann man schön in der Natur an der Sportbootliegestelle festmachen. Den Anlegeschluck nehmen wir an Land ein, denn dort haben wir es uns mit Tisch und Stühlen gemütlich gemacht, am Abend wollen wir hier noch grillen. Doch vorher legt die Wasserschutzpolizei an und nimmt bei allen Booten die Sportbootüberprüfung vor, nun haben wir endlich mal wieder ein aktuelles Abzeichen 👍 Den ganzen Abend sitzen wir noch hier in gemütlicher Runde und lassen uns das Grillfleisch mit Salaten und dem ein oder anderen Bierchen gut schmecken 😋😋😋😋
Am nächsten Morgen ist strahlend blauer Himmel, da schmeckt das Frühstück doch wieder hervorragend, anschließend lässt jeder von uns auf seine Weise die Seele baumeln: Klaus genießt die Sonne, Anne widmet sich einem Buch und wir lesen online unsere heimische Tageszeitung Die Glocke
> URLAUB HALT
Erst Mittags legen wir ab, bei der Stichkanalausfahrt geht es vorbei an den Hafenanlagen, in der Woche werden hier Schüttgüter auf Züge verladen, da hört man schon mal die Züge fahren und rangieren, doch empfinden wir es nicht als störend, nachts herrscht Ruhe.
Wir folgen dem Mittellandkanal weiter nach Osten, unterwegs ist nicht viel los, einige Sportboote sind wohl unterwegs, man merkt, dass morgen Feiertag ist (zumindest in NRW). An einer Liegestelle liegt ein verlassen wirkendes Schiff, seine Optik ist einem klassischen Piratenschiff nachempfunden, ob die Crew wohl die Rumvorräte auffüllt oder womöglich noch die Wirkungen von abends auskuriert ... Nach nur 10 km Wegstrecke biegen wir in die Marina Recke ein und finden an dem neu angelegten sehr langen Gästesteg genug Platz für unsere beiden Boote. Im dortigen Panorama-Café mit großer Außenterrasse lassen wir uns ein kühles Getränk und ich mir ein leckeres Stück Stachelbeer-Torte schmecken. Heute ab 18:00 Uhr findet wieder das bekannte Grillbüfett statt, dazu gibt es immer eine große Anzahl hausgemachter Salate, wir melden uns dazu an und lassen es uns auch am Abend gut gehen. Leider wird bei Büfetts ja oft viel weggeschmissen, da die Leute ihre Teller einfach zu voll machen 😠😠 um dem entgegengegenzuwirken wird das Fleisch pro Stück und der Salat nach Gewicht berechnet 👍👍
Nach diesem köstlichen Mahl lassen wir den Abend an Deck der VENTURA ausklingen und genehmigen uns einen mit Sekt aufgefüllten Himbeergeist 🍹😋
Auch der folgende Tag begrüßt uns mit blauem Himmel, noch vor Mittag verabschieden wir uns von dieser schönen Marina und fahren auf dem Mittellandkanal weiter Richtung Osten. Während der Fahrt erledige ich noch ein paar kleine Streicharbeiten im vorderen Gangbordbereich. Nach ca. 1 Stunde biegen wir in den Stichkanal Osnabrück und erreichen nach nur einem halben Stündchen den Osnabrücker Motor-Yachtclub, hier passen wir in die Gästenische genau hintereinander. Das Hafenrestaurant wird leider nicht mehr bewirtschaftet, man kann
dort wohl am Abend sein Bierchen bekommen 🍺 doch wir sind heute Selbstversorger. Nach dem obligatorischen Anlegeschluck (heute einen Amalfi) gibt es leckere Pellkartoffeln mit Heringsstipp 😋😋 Abends haben wir einen schönen Blick über die Felder auf den Sonnenuntergang.

Am nächsten Morgen legen wir schon sehr früh ab, es ist noch VOR 9 Uhr 😲 Zunächste fahren wir zur Sportbootliegestelle Bramsche, um dort im nahe gelegenen Supermarkt Proviant für die letzten beiden Tage zu kaufen, dann geht es wieder zurück zu "unserer" Liegestelle bei km 4. Diese ist gerade am Wochenende sehr beliebt, deswegen das frühe Aufstehen, so erreichen wir sie noch vor 14 Uhr und können wieder hintereinander festmachen. Den Anlegeschluck genehmigen wir uns heute auf unserer Badeplattform sitzend, es gibt Ricard mit Wasser gemischt > HERRLICH
Am Abend grillen wir nochmals und beschließen, morgen nicht wie geplant nach Riesenbeck weiter zu fahren, sondern den angekündigten heißen Tag hier zu verbringen.
Nach dem Frühstück machen wir einen Erkundungsgang: wir gehen einmal um den Stichkanal herum und bekommen so einen schönen Blick auf die große Liegestelle, in dem Wendebecken dürfen am Wochenende die Sportboote festmachen, wir liegen jedoch wie schon vor einigen Tagen an der langen Spundwand. Wieder zurück an Bord hüpfen wir zur Abkühlung erst einmal in das erfrischende Wasser und schwimmen eine Runden 🏊🏊 Nach einer nun verdienten Ruhepause 😴😴 sind wir jedoch wieder voller Energie und pumpen unser neues SUP-Board auf, es soll heute eingeweiht werden. Auch nach einem Jahr Pause klappt das immer noch ganz gut, nicht nur bei mir, auch Ludger dreht so einige Runden. Beim späteren Abbauen müssen wir leider feststellen, dass an der Unterseite an mehreren kleinen Stellen Luft austritt 😲😲 > so ein Mist, hatten wir doch letztes Jahr schon Pech mit unserem Board. Zum Glück können wir es, wie auch damals, noch wieder zurückschicken, um wenigstens das Geld wieder zu bekommen, aber es ist ärgerlich.
Wir sollten wohl doch mal ein höherwertiges kaufen ...
Da es unser letzter Abend ist, den wir ja eigentlich in Riesenbeck in unserer dortigen Stamm-Pizzeria 🍕 verbracht hätten, wollen wir uns die leckeren Gerichte gerne bringen lassen, doch das ist wegen Personalmangel leider nicht möglich > SCHADE 😕😕 Beim fünften Versuch bei anderen Lokalitäten haben wir endlich Erfolg 😀😀, die meisten wollen sich nicht darauf einlassen, uns das Essen hierher zu liefern, haben wir ja keine feste Adresse für die Liegestelle. Doch mit Hilfe eines Standortbildes kommt das Essen nach kurzer Zeit ohne Probleme bei uns an > SUPER 😋😋😋😋 Zum Abschluß gönnen wir uns noch einen Florida-Cocktail, mal etwas ohne Alkohol, den gab es dann aber noch anschließend ...
Der letzte Tag beginnt mit starken Windböen, die jedoch nach dem Frühstück abflachen, so können wir ohne Probleme ablegen und uns auf den Heimweg machen, es liegen ca. 30 km vor uns. Zwischenzeitlich gibt es auch einen Regenschauer, doch der hält zum Glück nicht lange an, passend zur Ankunft im Hafen ist es wieder trocken. So geht eine sehr schöne Tour zu Ende, bei der wir uns gut verstanden und vertragen haben (sehr wichtig, wenn man gemeinsam fährt!) und jede Menge Spaß hatten.