HERZLICH WILLKOMMEN!

Mit diesem Blog möchte ich gerne alle Interessierten einladen, an unseren Törns teilzuhaben.
Für Bootfahrer soll es eine Hilfestellung zur eigenen Törnplanung sein, wobei alle Hinweise sich immer auf das Jahr beziehen, in dem wir die Tour gemacht haben, d.h. sie werden nicht laufend aktualisiert! Für weiterreichende Anfragen stehe ich gerne zu Verfügung.

Die ideale Darstellung des Blogs gelingt z.B. mit dem aktuellen Browser von Firefox. Die Fotos können durch Anklicken vergrößert werden, aber nicht ohne Erlaubnis heruntergeladen oder anderweitig verwendet werden, denn das Urheberrecht liegt bei mir, schreibt mich einfach bei Bedarf an.

Nun aber viel Spaß beim Lesen ...
Eins noch:
Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen, ist wie der Applaus im Theater, der Lohn für die "Arbeit" ;-)

Letztes Update: August 2019

2019 - Niederlande > IJsselmeer

Am 6. Juni - so spät wie nie zuvor - hängt unsere BetteLu endlich am Kran und wird ins Wasser hinunter gelassen,
dabei hängt sie arg schief, ob es an den neuen schweren Bugbatterien liegt???
Der Motorstart funktioniert fast einwandfrei, zunächst muss jedoch die Luft aus den Leitungen,
denn die Einspritzdüsen waren ja im Winter gereinigt und eingestellt worden.
Leider stellen wir fest, dass das Bugstrahlruder nicht mehr funktioniert 😒 wir klemmen die Kabel kurzerhand an das Schaltpanel vom Heckstrahlruder an und siehe da
> nun funktioniert es, da ist wohl ein Panelneukauf nötig.
Wir stellen auch gleich fest, dass es nun viel kräftiger den Schiffs-
bug zur Seite drückt, da haben sich die Winterarbeiten (eigene Batterien und größerer Leitungsquerschnitt) doch gelohnt 👍
Das Cockpit hat sich gegenüber dem letzten Jahr etwas verändert:
- 2 alte Simrad-Anzeigeelmente wurden durch die beiden Raymarineanzeigen für das neue Tridata-System ersetzt und
- der Drehzahlmesser mit dem integrierten Betriebsstundenzähler war defekt und musste erneuert werden, hat den Vorteil, dass es von der Anzeige her aussieht als hätten wir ein ganz neues Schiff, denn der Zahler steht auf 0,0 😁😁
Ebenfalls sind 2 Fender platt und müssen ersetzt werden 😒 auch der Einsatz von neuen Ventilen nützt leider nichts.
Also fix am Abend neue bestellen, denn in ein paar Tagen wollen wir noch unsere einwöchige Frühjahrstour zur Ruhr machen:
1 Woche entspannen nach der langen Wintersaison.
Die Proberunde nach der Kranung läuft prima, anschließend fahren wir nochmals zum Kranplatz, um das vollgepackte Auto
ausräumen zu können. Das Achterdeck richten wir wieder her,
so dass hier schon mal alles wieder in "trockenen Tüchern" ist.
An den folgenden Tagen räumen wir innen auf, waschen noch die
Aufbauten und desinfizieren den Wassertank und die -leitungen.
Am 14. Juni soll es losgehen:
Wir warten zu Hause aber noch auf eine wichtige Lieferung,
die beiden Fender sind auf dem Weg, gegen Mittag trudeln sie
endlich ein, Ludger pumpt sie auf und los geht es zum Hafen.

Durch die Verzögerung kommen wir erst gegen 15 Uhr los,
doch die erste Etappe ist nicht weit. In Münster kommen wir fix
durch die Schleuse, hier sehen wir ein Übungsfahrzeug für die
Taucher der Feuerwehr, das auf seinen nächsten Einsatz wartet.
Bei der
Weiterfahrt
können wir uns
wieder gut an
dem Funkturm
orientieren und
sehen nördlich
vom Stadthafen
die beiden
bereits fertigen
Brücken, die
nächste, die
erneuert wird,
ist die der ebenfalls viel befahrenen Wolbecker Straße.
Im Stadthafen hat sich das Bild über den Winter auch wieder
verändert, von den ehemaligen Osmohallen stehen
nur noch einzelne Wände, durch den jetzt freieren Blick
schaut man nun auf den Kirchturm der Herz-Jesu-Kirche.





In Senden können wir den Baufortschritt
der dortigen Uferpromenade sehen,
sooo viel hat sich da nun nicht getan,
der Bagger fehlt in dem aktuellen Bild
> vgl. mit 2018





Kurz vor 20 Uhr erreichen wir unser heutiges Etappenziel,
die Sportbootliegestelle Lüdinghausen, auch spät am Abend bekommt man hier noch ein Plätzchen an der Spundwand
und so können wir in Ruhe den ersten Urlaubstag
bei einem schönen Sonnenuntergang ausklingen lassen 🍷

Am nächsten Tag lassen wir
es langsam angehen und
starten bei bewölktem
Himmel erst kurz vor Mittag den Motor, das Ziel ist unser Lieblingshafen
YC Hebewerk Henrichenburg - habe ich das eigentlich schon mal erwähnt 😇.
Leider ist der Gästeplatz am
Gittersteg schon belegt,
dabei ist das doch unser
"Stammplatz" 😉,
aber der Gästeplatz
am leider sehr niedrigen
Reparatursteg ist noch frei,
hier kommt dann auch
immer unser Treppenfender
als Einstiegshilfe zum
Einsatz. Doch zu unserer
Freude stellen wir fest,
es gibt hier neuerdings eine Leiter, das ist ja mal ein Service 🙏

Hier an diesem schönen Platz bekommen wir nachmittags
Besuch von einem befreundeten Ehepaar und haben mit ihnen
sehr schöne Stunden an Bord und
auch in dem netten griechischen Lokal um die Ecke 😋.
Den wunderschönen Anblick direkt auf das alte Schiffshebewerk
finden wir immer wieder faszinierend 😍

Am nächsten Tag geht es weiter über den Rhein-Herne-Kanal
Richtung Oberhausen. Gleich in der ersten Schleuse müssen wir
als drittes Fahrzeug hinter 2 Berufsschiffern einfahren und kommen
so sehr dicht hinter der ORANIA zu liegen, was meist nicht sehr
angenehm ist: wenn die Großen bei der Ausfahrt ihre Maschine
wieder anwerfen, können die Strudel für uns ziemliche Turbulenzen bedeuten.
Sehr angenehm war schon der Schleusenwärter hier:
er war der Erste, der uns mit Bootsnamen ansprach und
mehrfach über Funk meinte, die beiden Großen sollen schön weit
aufrücken, damit noch genug Platz für uns und die beiden
weiteren Sportboote bleibt - das ist keine Selbstverständlichkeit!
Der Kapitän wechselt mit uns in der Schleuse sogar ein paar Worte
und ist bei der Ausfahrt ganz sanft mit seinem Gashebel
> SUPER und VIELEN DANK 🙏
Nach der Schleuse Wanne-Eickel sieht man bei km 26,5 die
Einfahrt zur neuen Stölting Marina, sie wurde Ende August 2018
eröffnet und liegt auf dem ehemaligen Zechengelände
Graf Bismarck, hier wollen wir auf dem Rückweg festmachen,
jetzt geht es zunächst weiter nach Oberhausen.
Bei der Schleuse Gelsenkirchen achte ich besonders auf den
Sportbootanleger im Oberwasser, denn hier fehlten im Vorjahr
die ach so wichtigen Poller/Klampen für die Boote.
Und siehe da, nun gibt es welche, was für eine Freude 😃

Kurz vor Oberhausen
steht im Park Ripshorst
die 35 m hohe Skulptur
Der Zauberlehrling,
genannt auch der
Tanzende Strommast.
Er gehört zu dem
Projekt Emscherkunst
und stammt aus dem Jahre 2013, wurde jedoch im letzten Jahr erneuert.

In der Marina Oberhausen müssen wir unter
sehr böigem Wind anlegen, erst beim vierten
Anlauf kann Mutti endlich springen ... 😊
Sicherheit geht halt vor!
Aufgrund dieses Anlegemanövers gibt es
heute als Anlegeschluck ein Getränk aus
unserer Heimat: 🍸 Uelske Wind 🍸
Das Gedicht Oelder Wind erzählt von einer wahren Begebenheit aus dem Jahre 1908.

Den nächsten Tag bleiben wir hier
in der Marina liegen, besuchen den
nahe gelegenen bekannten Shop
für Berufskleidung und den
Lebensmittelmarkt. Auch im
CentrO lassen wir etwas Geld
bevor es zurück zum Schiff geht.
Dort wieder angekommen fährt
schon bald die WSP (Wasserschutzpolizei) in die Marina ein
- darauf hatte ich gehofft, sind sie doch öfters hier -
denn so können wir uns der Sportbootkontrolle 2019 unterziehen
> und wir bekommen das Abzeichen auch ohne Probleme 😃
Hierbei wird abgefragt, ob alle wichtigen Dinge an Bord sind: Schwimmwesten, Notflagge, Papiere OK, usw. usw.

Beim anschließenden Verweilen auf dem Achterdeck achten wir mal auf den Wasserstand, wenn ein Berufsschiffer
vorbefährt: es ist enorm, wieviel die an Wasser aus dem Hafenbecken herausziehen bzw. hereindrücken,
hier dürfte es ein Unterschied von ca. 50 cm sein, auch die Festmacherleinen sollten entsprechend Spiel haben!
Aufgrund dieser
Strömungen
muss man beim
Anlegen nicht
nur evtl Wind
berücksichtigen,
sondern auch
vorbeifahrende
Schiffe, es kann
sinnvoller sein
nochmal eine
Runde zu
drehen und
dann erst anzulegen.

Der Ausblick von unserem Achterdeck geht lang über
das Hafenbecken mit direktem Blick auf das Sea-Life-Museum
und bei fast 30 Grad freuen wir uns über jede kleine Wolke.

Tags darauf starten wir schon früher als sonst - vor 9 Uhr! - denn
heute soll es in die Ruhr gehen, das hat letztes Jahr schon aus
Zeitmangel nicht geklappt. 4 km westlich der Marina liegt schon die
Schleuse Oberhausen, bei der wir uns über Funk anmelden, doch
die Bauarbeiten an den
Kammern sind noch nicht
fertig und der Schleusen-
wärter kann uns keine
Schleusung für heute versprechen 😒 So müssen wir unsere Pläne ändern
und die Ruhrfahrt abermals auf unbestimmte Zeit verschieben - SCHADE.

Auf dem Rückweg sehen wir einen großen Kran der die PATI belädt,
das wäre was für unseren kranbegeisterten Neffen 😉
Desweiteren gibt es
hier am Kanal schöne
Fußgängerbrücken:
da wäre z.B. die
Slinky Springs to Fame
Brücke aus dem
Jahre 2011, eine
schwingende Spiralbrücke,
die nachts schön beleuchtet ist.




Außerdem überspannt die Tausendfüßlerbrücke seit der
Landesgartenschau 1999 den Kanal und verbindet so den
OLGA-Park im Norden mit dem CentrO-Gelände auf der Südseite.






Aber es sind nicht nur die Fußgängerbrücken eindrucksvoll,
auch diese Dreierkombonation ist durchaus ein Kunstwerk,
<<< hier ein Bild aus dem Jahre 2014:




Und noch ein Bild habe ich hier:
an der Brücke der Konrad-Adenauer-Allee
verlieren schon mal die zu hoch beladenen Kohleschiffe
einen Teil ihrer wertvollen Ladung
- so lange sich nur die Ladung hier abstreift ...
Wer also am Wochenende mal nicht genug Grillkohle hat,
hier liegt noch welche 😏


Leider gibt es aber auch solche Ecken am Kanal 😣
da habe ich keinerlei Verständnis für !!!


Mittags zweigen
wir bei km 26,5
in die oben
schon erwähnte
Stölting Marina
ab, hier hat man noch die freie
Auswahl an Liegeplätzen. Es gibt 5 Hauptstege mit jeweils
mehreren beidseits angelegten Fingerstegen und das schöne ist:
jeder Hauptsteg ist zum Land hin mit einem Tor abgesperrt. Das
 Hafenbüro liegt rechts in dem großen Gebäudekomplex im ersten
Obergeschoss,
ist aber nur
stundenweise besetzt, denn der Hafenmeister ist auch für die
Marina Oberhausen zuständig - über Telefon aber sofort
erreichbar. So teilt er uns gleich die Zahlenkombination für das
Stegtor mit, denn hat man diesen nicht kommt man nicht an Land.
Das Hafengebäude beinhaltet die Hauptverwaltung der Stölting
Gruppe, aber im Erdgeschoss auch eine Bäckerei, ein Eislokal,
ein italienisches Restaurant und ein Steakrestaurant.
Diese fallen jedoch mangels Beschriftung aus der Ferne gar nicht
auf, wird das Gebäude doch durch den Firmenschriftzug dominiert.
In einem weiteren Gebäude ist auch noch eine Bar unter gebracht.

Von außen her machen alle Lokalitäten einen hervorragenden,
teils exklusiven Eindruck, bedürfen aber noch der Testung,
lediglich das Eiscafé 🍨 können wir bereits empfehlen.
Rund um das Hafenbecken tummeln sich viele Spaziergänger
aus der Umgebung. Ansonsten wirkt das Gelände
noch sehr kahl, müssen doch aus den vielen gepflanzten Bäumchen 🌱🌱🌱 erst noch Bäume 🌳🌳🌳 werden. 

So herrlich ist es durch das Ruhrgebiet zu fahren,
man sieht total viel grün 🌳🌳🌳 und hat keine Staus 😉



Entgegen der ursprünglichen Planung (in die Ruhr zu fahren)
planen wir nun noch einen Abstecher in den Rhein-Herne-Kanal
zur Marina Flaesheim. Schon kurz nach 9 Uhr starten wir den
Motor und fahren zur Schleuse Wanne-Eickel, dort und auch in
der Schleuse Herne-Ost können wir gemeinsam mit der JOY
schleusen. Bei Henrichenburg fallen mir heute zum ersten Mal
die Hinweisschilder <DEK und RHK> auf
- oder stehen die vielleicht noch nicht so lange 😊
Die 4 Schleusen
von
Henrichenburg
(zur Zeit sind
alle außer Betrieb)
lassen wir an
Steuerbord liegen,
obwohl "unser" Liegeplatz jetzt frei wäre 😉

Bei inzwischen bedecktem Himmel und stärker werdendem Wind
(unser Windmesser zeigt bis zu 10,5 m/s > 6 bft an) geht es noch
6 km weiter nach Norden, wo wir in den Rhein-Herne-Kanal
abbiegen, fix noch 2 Schleusungen und schon erreichen wir am
 frühen Nachmittag die Marina Flaesheim, doch diese wirkt sehr
voll. Ein Liegeplatz ist noch frei, aber leider gibt es keine rot/grün
Markierungen und es macht den Eindruck, der Festlieger käme
bald zurück. Trotzdem entschließen wir uns erstmal hier festzu-
machen, um
dann den
Hafenmeister
zu fragen ob wir bleiben können. Telefonisch sagt er uns, er käme gleich mal vorbei ...
darauf warten wir den ganzen Tag.
Es hat sich wieder Besuch angemeldet, mit dem wir einen
schönen langen Abend verbringen, leider begleitet von heftigen
Regenschauern und Gewittern - das hätte ruhig über Oelde
runter kommen können, das würde dem Garten mal gut tun.
Am Donnerstag, hier in NRW ist Feiertag, treffen wir dann den
Hafenmeister persönlich, wir können an dem Liegelatz bleiben und
bleiben auch noch eine zweite Nacht, wir waren schon eher mal hier gewesen und hatten uns immer wohl gefühlt.
Eigenartig war sonst gewesen, dass man sich WC-Papier aus dem Vorraum mitnehmen musste (kann blöd werden,
wenn man es nicht bemerkt hatte ...), das ist nun abgeschafft, jede Örtlichkeit hat jetzt seine persönliche Rolle 👍
Bei den Duschen habe ich von den sechs freien leider die eine erwischt, die dann aber kein Wasser ausgibt (Nr. 5),
eine andere Frau ist aber schon fertig und bietet mir die Restzeit von ihrer an, so husche ich da fix rüber, für die
Schnelldusche reicht es noch 🙏 Nach dem Duschvorgang will ich schauen, ob ich mein Eurostück durch den
Resetknopf noch wiederbekommen könnte > leider Fehlanzeige 👎
Also gehe ich weiter zum Waschbeckenbereich um die Haare zu föhnen, hier fällt mir auf:
für die vielen Waschbecken gibt es nur 4 kleine Wandhaken, die aber alle abgebrochen sind 👎
Der Hafenmeister ist leider noch nicht vor Ort, um ihm davon zu berichten und mir den Duscheuro wieder zu holen.
Später bei einem Spaziergang über das Campinggelände sehen wir, dass ein Großteil der Fläche mit
festen Wochenendhäusern bestückt ist, die überwiegend sehr liebevoll und individuell von ihren Besitzern
 gepflegt werden und manche wohl sogar ihren festen Wohnsitz hier haben - das sieht echt schön aus 👍

Freitags starten wir bei leicht bewölktem Wetter und nur 16°C noch vor 10 Uhr den Motor und fahren zurück zum
Dortmund-Ems-Kanal DEK. In der Schleuse Datteln unterhalten wir uns beim Warten auf unsere Ausfahrt eine Weile
mit dem angeleinten Schleusenarbeiter (er hilft den Berufsschiffern bei den Leinen, denn die sollen NICHT um die
kleinen Nischenpoller gelegt werden), zur Sicherheit ist er dafür mit einer Lifeline (Sicherheitsleine) ausgestattet.
Dieses informative Gespräch dauert so lange, dass wir vom Schleusenwärter selbst angefunkt werden:
"Das Sportboot darf jetzt auch mal die Schleuse verlassen." 😲 Fix verlassen wir nun die Kammer ...
Im Gespräch erfahren wir:
_> die große Kammer in Datteln wird ab Mitte Juli für 8 Wochen wegen Renovierungsarbeiten gesperrt <_
Das wird auf unserer Sommertour für Verzögerungen sorgen 😒

Dem DEK folgen wir ein kleines Stück nach Süden, um dann
in den Datteln-Hamm-Kanal abzubiegen. Hier machen wir schon
nach 2 km an der Außenspundwand vom Hafen Ribbrock fest.
Beim Festmachen berühre ich gleich mehrfach Brennnesseln,
die hier reichlich am Rand stehen, vor dem Einstieg selbst
beseitige ich
diese Pflanzen
erstmal.

Es ist grad erst
Mittagszeit, also
bleibt noch Zeit
bis zum Abend,
so halten wir ein Mittagsschläfchen und lesen nachmittags.
Abends treffen wir uns mit meinem Bruder und seiner Frau
in dem Hafenrestaurent, das wir schon mehrfach besucht haben
und immer sehr zufrieden waren 😋


Samstag geht es schon um 8:16 Uhr bei
strahlendem Sonnenschein auf unsere letzte Etappe,
das Frühstück gibt es heute mal wieder während der Fahrt,
denn wir möchten zeitig zu Hause sein.








Unterwegs begegnet uns die HAYLEY,
die ihr Führerhäuschen ganz herunter fahren muss,
um unter den Brücken durch zu passen.


Desweiteren
sehen wir ein
Sportboot, dass
anscheinend
Fender sammelt
...
und mehrfach
ein typisches
Hausboot, wir
fühlen uns ein
bisschen wie im
Berliner Raum.



Bei der Schleuse Münster müssen wir zum Glück nicht
lange warten, so dass wir noch vor 15 Uhr wieder in
unseren Heimathafen einlaufen können und uns
nach dem Packen auch schon bald auf den Heimweg machen.

SCHÖN WAR DIE ERSTE TOUR 😎😎





Da unsere Küchenluke undicht und das Glas arg zerkratzt war,
hatten wir sie vor Pfingsten ausgebaut und eingeschickt, die Firma
(wir hatten sie auf der Bootsmesse in Düsseldorf gesprochen)
reinigt den Rahmen und erneuert die Verglasung und die
Dichtungen, dabei stehen einem verschiedene Gläser zur
Auswahl. Für den Übergang brachten wir eine mit Plastikfolie
verkleidet Holzplatte an, die durch eine Zugvorrichtung
fest an den Rahmen gepresst wurde.

Nachteil dieser
Vorrichtung war
aber die lange
Gewindestange,
die tief in meinen Küchendurchgang ragte 😵.
Zum Schutz meines Kopfes musste ein Tennisball herhalten,
ich habe schon bald aufgehört die Anschläge zu zählen 🎾





Montags nach unserer Tour kam das ersehnte Paket endlich an
und wir hatten sogar mal in der Woche spontan Zeit
um die neue Luke gleich einzubauen, TOLL sieht es nun aus und man kann sogar wieder was erkennen, wenn man durchschaut 👍

Vorher sah
das so aus 😲


Da wir so begeistert von dem neuen Fenster sind, bauen wir auch
die Bugluke aus, setzen das Holzbrett dort ein und verschicken
sie ebenfalls zu der Firma, so haben wir demnächst
auch vorne wieder einen guten Durchblick.
1 Woche vor unserem Urlaub können wir auch diese ersetzten - HERRLICH 👍
Intakte Insekten-/Verdunklungsrollos sollen nun noch folgen,
auch da sind die alten in die Jahre gekommen.

___________________________________

SOMMERURLAUB

Für dieses Jahr geht es in die Niederlande:
über den Rhein und die IJssel zum IJsselmeer
und über Sneek - Groningen - Delfzijl in die Ems
und dann zurück in den Dortmund-Ems-Kanal, eine Strecke von ca. 700 km


Tag 1: Fuestrup > Lüdinghausen

Freitags bringt unsere Tochter uns zum Hafen und
kann so noch ein nettes Abhschiedsbild von uns machen.
Da sie am Montag nachkommen will,
hält sich das komische Gefühl bei mir in Grenzen 😉




Die erste Etappe führt uns - wie so oft - bis nach Lüdinghausen,
hier verbringen wir einen gemütlichen Abend mit meinem Bruder
und seiner Frau, die beiden bringen das Essen in Form von
leckerer Pizza gleich mit - die passende Speisekarte dazu
haben wir inzwischen schon an Bord.

Tag 2: Lüdinghausen > Dorsten

Den nächsten Tag  starten wir gegen 9:00 Uhr den Motor
und fahren weiter Richtung Süden.
Bei Olfen sind wir bald von Berufsschiffern "umringt":
Die
SYNTHESE-21
läuft vor uns,
der BERND
DEYMANN
kommt uns
entgegen und
DRAGI läuft
noch hinter uns,
wird uns aber gleich überholen.


Während der Fahrt erledige ich noch einige Näharbeiten:

an den kleinen Fenstern
haben wir vom Vorgänger
Insektenschützer übernom-
men, jedoch hatte nicht
jedes Fenster so eines.
Einige hatte ich vor Jahren
schon ergänzt, doch eines
fehlte noch > nun sind alle
10 Fenster  "abgedichtet".
So gibt es immer
was zu tun an Bord ...



Bei km 21,3 biegen wir ab in den Wesel-Datteln-Kanal WDK
und durchfahren bei weiterhin schönem Wetter ohne Probleme
gemeinsam mit der MONTE WYMPER die ersten 3 Schleusen.
Sogar bei der Schleuse Datteln fluppt es gut,
denn bei ihr ist die große Kammer zur Zeit gesperrt.
Bei der vierten, der Schleuse Dorsten, müssen wir eine Weile
warten, können dann aber hinter der MONTE WYMPER
und der zuvor schon gesehenen DRAGI einfahren.
Das anfangs gute Wetter ändert sich leider vor dieser Schleuse ⛈
doch konnte ich so meine neue Regenjacke auf Dichtigkeit testen
> sie hat sich bewährt 👍

In Dorsten beim Altstadtanleger machen wir für heute fest und gehen im direkt daneben
liegenden Enkaufszentrum noch einkaufen, auch bringen wir die schon angesammelten Pfandflaschen weg,
denn ab jetzt müssen wir die alle horten, da man in den NL kein Pfandsystem kennt.

Tag 3: Dorsten > De Bijland

Da wir im Zielhafen am Nachmittag noch etwas mehr Zeit
haben möchten, starten wir schon um 8 Uhr die Maschine
und ich bereite unser Skipperfrühstück vor 😋
Hinweis: das rote im Glas ist KEIN Rotwein 😉


Die vorläufig
letzten beiden
Schleusen
 können wir
ohne große Wartezeiten durchfahren. Noch im WDK kommt uns schon
das erste große Containerschiff KILIYA entgegen,
in die Schleuse will der aber bestimmt nicht hinein ...

Danach geht es auf den
Niederrhein, direkt nach unserem Einbiegen liegt der
Pegelmesser Wesel, er zeigt 259 cm an, das ist zwar ca. 1 m weniger
als normal - was man an den hellen Ufersteinen auch gut erkennen kann -
doch ist der Wert immer noch im Mittelbereich und somit eine normale Fahrt
für uns möglich. Ohne unser Zutun erhöht sich hier auf dem Rhein durch
seine Fließgeschwindigkeit unser Tempo von 10 km/h auf 15 km/h.

Hier bei Wesel ist er heute
nicht soooo sehr befahren,
auch der Wellengang
hält sich in Grenzen,
ein Flugzeug ist soeben
in Wesel-Römerwardt
gestartet und im linken
Bereich sieht man die Reste
der 1945 bombadierten Eisenbahnbrücke.



Schon bald müssen wir auf die Rheinfähre KEER TRÖCH II
aufpassen, wir lassen ihr natürlich den Vortritt und fahren
im Bogen hinter ihr her. Das sie gut genutzt wird
sieht man an den vielen Radfahren, die am Ufer auf sie warten.



Der Rhein ist weiterhin
nicht viel befahren,
die BETTELU
gleitet leicht durch die Wellen.



Zwischendurch experimentiere ich
etwas mit meinem neuen Selfiestick
(vielen Dank an den Spender)
und mache so Bilder,
die eine neue Persektive erlauben:



Bei km 842
liegt am linken
Rheinufer das
ehemalige Kernkraftwerk Kalkar, heute ist es ein Freizeitpark.
Bei der letzten Vorbeifahrt vor 3 Jahren kam oben aus dem
ehemaligen Kühlturm noch das Kettelkarussel raus gefahren,
heute leider nicht. Dafür stehen die Winde passend und
der Geruch von gebr. Mandeln wird zu uns 'rüber geweht 👃😋




Hier werden wir von dem Containerschiff HENRI-R überholt.
Damit er aus seinem Führerhäuschen überhaupt etwas sieht,
hat er die Möglichkeit es sehr weit hoch zu fahren, so kommt
auch der Sport in Form von Treppensteigen nicht zu kurz 😉
Obwohl ich ruhigen Gewissens sagen kann, man geht auch schon
auf einem kleinen Boot wie unserem reichlich Stufen am Tag ...




Die Kühe haben ihre Weiden bis ans Ufer heran
und manche sind so mutig und trauen sich
bei den aktuellen Temperaturen auch ins kühle Nass.
Wir überlegen dabei, ob sie überhaupt schwimmen könnten ...

Nach Rees
kommen wir
nun an
Emmerich
vorbei, der
letzten deut-
schen Stadt auf
nördlicher Seite.
Ganz dicht am
Ufer, kurz
vor der
"Golden Gate
-Brücke
liegt am
westlichen
Ende der
Stadt die
St. Martinikirche


Kurze Zeit
darauf kommt
uns das unter
französischer
Flagge fahrende
Passagierschiff
MS Gérard Schmitter mit einer Länge von 110 m entgegen.



Knapp hinter der niederländischen Grenze
biegen wir ab in den Badesee De Bijland,
hier sind wir vor 3 Jahren auf der Veenfahrt schon gewesen.



Bei der Einfahrt immer
wieder nett anzusehen
ist die Angabe der
Brückendurchfahrtshöhe:
Es hängen an einem Seil
KLEINE Holzklötzchen, auf
denen die Meterangaben zu lesen sind - aber erst wenn man kurz davor ist 😱

Heute dient uns der
hiesige Hafen lediglich als Übernachtungsstation,
denn unsere Tochter kommt
mit dem Zug angereist. Dieser bringt sie zwar
heute am Sonntag nur bis Emmerich-Elten (dt. Stadt kurz vor der Granze),
da kein Taxi vor Ort ist geht sie die letzten 5 km zu Fuß 🏃👍.
 Dabei stellt sie fest wie fit die Niederländer im Radwegebau sind:
bis zur Grenze muss sie auf der Landstraße gehen,
ab der Grenze gibt es einen Radweg.
Zur Belohnung gibt es abends leckere selbstgemachte Bratkartoffeln mit Salat 😋

 
Tag 4 - 6: De Bijland > Rhederlaag

Morgens verlassen wir den Hafen ohne Frühstück,
dieses nehmen wir im Badesee ankernd ein - HERRLICH.
Dabei beobachten wir 2 Personen,
die sich auf einem Stand-Up-Board segelnd
über den See treiben lassen
.


Gegen Mittag
treffen wir die
üblichen Sicherheitsvorkehrungen, die nötig sind,
wenn es auf den Rhein oder ähnliche "wilde" Gewässer geht:
frei stehende hohe Sachen werden gelegt oder verstaut,
so schwerpunktmäßig die Bad- und Küchenutensielien.

Nach dem Lichten des
Ankers geht es zurück
auf den Rhein, den wir
jedoch schon nach 3 km
wieder verlassen um auf den Pannerdenschkanal einzubiegen.

Sarah und ich sitzen dabei
in der Bugspitze und hoffen
auf viele schöne Wellen,
damit die Füße möglichst
oft nass werden,
doch ist es auch heute
recht ruhig auf dem Wasser.



Zu beachten
sind hier jedoch
die Gierfähren,
sie lassen sich von einem Drahtseil haltend zum anderen Ufer
treiben, man muss also schauen, an welcher Seite man sie
passieren kann. Grad bei einer solchen Fähre werden wir von
einem Berusschiffer überholt, aber es bleibt noch genügend Platz für uns übrig.





Nach weiteren 11 km
biegen wir in die
Geldersche IJssel ab,
der wir bis zum baldigen
Badesee Rhederlaag folgen,
hier suchen wir uns einen
schönen Ankerplatz, bei
dem wir nun für 3 Nächte
bleiben. Ab jetzt heißt es
bei den Temperaturen um
30°C nur noch baden,
spielen und faulenzen
im Wechsel 😎👍




Ein Augenmerk
muss man
beim Baden
immer auf die
vielen Schwäne
haben, denn die
können bekanntlich ziemich ungemütlich werden.


Abends haben wir einen wunderschönen Blick
auf die Natur und den Sonnenuntergang 😌

Tag 7: Rhederlaag > Deventer

Nach einem letzten Bad im See machen wir das Boot wieder
startklar und begeben uns kurz nach 10 Uhr auf die Weiterreise,
Ziel ist heute Deventer. Unterwegs kommt uns die CATHARINA
mit einem "blauen Peter"  entgegen (blaue Tafel am Führerhaus,
die besagt, dass Steuerbord an Steuerbord passiert wird > jeder
fährt auf der linken Seite). Diesem Wunsch müssen wir als
Sportboot zwar nicht nachkommen, aber hier ist es aufgrund
der Fahrwasserbreite sinnvoller dem zu folgen.





Nachdem wir die Stadt Doesburg
passiert haben fallen uns viele Störche
auf, die teils oben auf den Fahrwassermarkierungen sitzen
und nach Fröschen Ausschau halten,
auf einem Baum sitzen gleich
3 Exemplare.




Weiter geht die ruhige Fahrt
und wir kommen nach
Zuthpen, hier haben wir
vor 3 Jahren in dem
Vispoorthafen übernachtet,
damals mussten wir direkt an der Ausfahrt festmachen
und bekamen jede vorbeifahrende Schifffahrt zu spüren
- heute ist er sehr leer.

Direkt nördlich
von Zuthpen
zweigt der
Twenthekanal
nach Osten ab, diesen haben wir damals für die Veenfahrt
genommen, heute lassen wir ihn jedoch an Steuerbord liegen und
fahren weiter auf der IJssel nach Norden. Aus ihm heraus
kommt der Berufsschiffer PARADOX und will nach Süden
abbiegen, wir funken ihn an und teilen ihm mit, dass wir nach
Backbord ausweichen werden, damit er in Ruhe an unserer
Steuerbordseite die Kurve nehmen kann - wieder ein "blaue Peter
Manöver", nur dass wir als Sportboot diese Tafel nicht haben.

Bei km 935 südlich von Gorssel sieht man am westlichen Ufer
einen Turm stehen, es handelt sich hier um die Ruine
De Nijenbeek. Die ehemalige Festung wurde im 13 Jahrhundert
erbaut und bestand ursprünglich aus einer Burg mit Vorburg.
Im April 1945 wurde sie von den Alliierten beschossen,
da die Deutschen sich dort verschanzt hatten.


Das auch auf der IJssel fast
ein Meter an Wasser fehlt,
kann man ganz gut am
Brückenpegel erkennen,
für gewöhnlich ist das 13 m-Feld von Wasser umgeben,
heute könnte man es lesen, wenn es nicht schon so abgewetzt wäre.


In der Mittagszeit sehen wir
Deventer vor uns liegen, es
ist unsere heutige Zielstadt.

Hier wurden ein Teil der Kampfszenen für den Film
Die Brücke von Arnheim
gedreht, denn in
Arnheim selbst
waren im
Umfeld der
Brücke schon
etliche moderne Bauten entstanden, so dass man die
Wilhelminabrücke von Deventer als Drehort gewählt hat.

Bei der
Durchfahrt
durch die Stadt
sieht man
am Nordostufer
die schönen ufernahen Bauten der Altstadt und auch
den 60 m hohen Kirchturm der großen Lebuinuskirche liegen.


Die
IJsselbuchten
werden hier,
wie auch schon
an der gesamten Strecke immer wieder von Menschen genutzt,
die hier ihre Zeit verbringen und sich im kühlen Nass erfrischen,
denn die Temmperaturen sind zur Zeit oberhalb der 30 Gradmarke.
Wir steuern am
Stadtende den
Yachthafen von
Deventer an und bekommen durch den freundlichen uns schon entgegen
fahrenden Hafenmeister einen Liegeplatz zugewiesen. Nach einem
Bad im kühlen Wasser gönnen wir uns heute Abend
im Hafenrestaurant Grad Café WK7ein sehr leckeres Essen 😋
Anschließend spielen wir zu dritt noch Rummy auf dem Achterdeck
und haben freien Blick auf den schönen Sonnenuntergang.

Tag 8: Deventer > Lemmer

Schön früh um 7 Uhr verläßt Sarah uns heute leider wieder, sie
wird mit dem Zug nach Hause fahren > die Kinder werden groß 😯
Wir starten nach dem Frühstück und fahren bei
strahlend blauem Himmel weiter Richtung IJsselmeer.

Nachdem der
Vater mit dem
Kinde in den
letzten Tagen
noch die
Aufsteller
der beiden
Dachluken repariert hat, können diese nun endlich ohne hässliche Kartons
aufgestellt werden > Gut Ding will Weile haben 🙈



Auf der Weiterfahrt werden wir überholt,
das ist nichts neues für uns ...
wir werden von einem Schubverband überholt,
das ist auch nichts neues für uns ...
aber das der Schubverband so zusammen gesetzt ist,
das haben wir so noch nicht gesehen ...


In einer der
weiteren engen
Kurven kommt
uns das Flusskreuzfahrtschiff POSEIDON entgegen,
es fährt mit bis zu 100 Passagieren über die Flüsse.
Gut zu sehen ist hier die weiter oben schon mal erwähnte
blaue Tafel/Peter für die Steuerbord-Steuerbord-Vorbeifahrt.


Auf der
Weiterfahrt
sehen wir
wieder viele Störche, die auf Nahrungssuche sind.
In Veessen bei km 962 liegt die Mühle direkt beim Yachthafen,
ebenfalls fährt hier die Autofähre von Veessen nach Fortmond.

Unser heutiges Ziel war ursprünglich Kampen gewesen, da jedoch
stärkerer Wind gemeldet ist und es noch früh ist, entscheiden
wir uns dazu, die Fahrt über das IJsselmeer auf heute vorzuziehen,
denn laut der zuvor gelesenen Literatur kann es dort unter Wind
durch die dann entstehenden kurzen Wellen tückisch werden.

Direkt am Ufer,
noch vor der
Hubbrücke liegt
in Kampen das
schöne Stadttor
Koornmarkt-
spoort, es
stammt aus
dem 15.
Jahrhundert.


Bald hinter Kampen
fahren wir unter der
imposanten Eilandbrug her,
sie wurde 2003 fertiggestellt
und der Pylon ist
ganze 95 m hoch.
Sollte die Durchfahrtshöhe
von 15 m nicht ausreichen
kann einer kleiner Teil von
ihr auch geklappt werden,
so dass Segelboote mit
langem stehenden Mast durchfahren können.
Für uns reicht die Höhe locker 😀



Nach dieser Brücke folgen wir noch ca. 5 km dem
Keteldiep bevor wir bei km 1006 das Ketelmeer erreichen
(das passende km-Schild dazu gibt es leider nicht 😒).



Auf dem weiten
Ketelmeer
kommt uns
unter anderem
bald der schöne
Schoner BRANDARIS entgegen. Leider fährt er gerade unter
Motor und verbirgt somit seine 9 Segel mit 450 qm Segelfläche.
Er wurde 1905 in Delfzijl/NL gebaut und
fährt seit 1986 mit Gästen über die niederländischen Gewässern.

 
Jetzt trennt uns
nur noch die
800 m lange
Ketelbrücke
vom IJsselmeer,
ein Teil von ihr
ist klappbar,
aber auch hier
passen wir ohne
Probleme so
unter ihr her.


 Nach Osten hin stehen schon einige Windräder schön in Reih und Glied,
doch es sollen gleich noch einige mehr werden.

Das IJsselmeer ist 1932
durch die Errichtung eines
Abschlussdeiches ent-
standen, von daher ist es
genau genommen kein
Meer sondern ein See,
dadurch hat es auch
keine Ebbe bzw. Flut.
Verbunden mit der Nordsee
bzw. dem Wattenmeer ist es
durch 2 Schleusengruppen.


Beliebt ist es vor allem bei den Seglern.
Durch seine geringe Tiefe bis maximal 6 m kann es jedoch
schon bei schwachen Winden unruhig werden auf dem IJsselmeer.
WICHTIG: Hier ist der Sportbootführerschein SEE erforderlich!!!

Wir befahren es
heute bei einem
Ostwind von
3-4 bft und
es ist eine
angenehme
Überfahrt.
Unser Zielort ist
Lemmer an der
Ostseite, den
Weg kann man
nicht verfehlen,
man muss sich
lediglich an die Betonnung bzw parallel zu den Windrädern halten.
Während wir so auf Lemmer zu fahren werden wir
von einem Segler in seiner typischen Krängung verfolgt
- für uns wäre das nichts ...




Die Zufahrt zur Prinses Margrietschleuse ist ebenfalls betonnt
und hat an Backbord einen langen Sportbootanleger, diesen
 erreichen wir gegen 18 Uhr. Die Schleuse ist 260 m lang
und 16 m breit
und ist wohl an
manchen Tagen
eigentlich noch
zu klein, wie
man schon mal
hört bzw. liest.
Wir sind heute nicht soooo viele und haben hinter dem SASCHA
genug Platz. Die hölzernen Schwimmstege sind direkt auf der
Wasseroberfläche, so dass die Fender nicht gescheit packen
und die die Sportboothaken sind auch etwas zurück angebracht 😒
Bei dem gesamten Schleusenvorgang, dem ersten in den
Niederlanden, stellen wir fest: hier ticken die Uhren anders.
Von den Berufsschiffen mal abgesehen, die sind ja immer vorne
weg, fährt man so in die Schleuse ein wie man gekommen ist:
wer zuerst da war, fährt zuerst ein und man fährt auch bis
möglichst weit nach vorne durch, damit die anderen sich dahinter
in der Schleusenkammer fest machen können. Hier jedoch
rauschen mehrere Sportboote direkt hinter dem Dickschiff mit
in die Kammer, bleiben dann aber am Ende liegen, so dass
die anderen Boote sich um sie herumschlängeln müssen.
Das die Segelboote mit ihrem stehenden Mast hinten bleiben
macht ja Sinn, denn bei der Ausfahrt muss für sie eine Brücke
gehoben werden, aber der Rest ...?


Inzwischen ist es 19 Uhr geworden, wir möchten so langsam
mal im Hafen ankommen, zum Glück hatten wir vorab im
Yachthafen Lemmer Binnen angerufen und uns angemeldet.
Kurz nach der Schleuse biegen wir in den Streamkanal und
dann  in den Sylroede ab, hierbei handelt es sich schon um die
Stadtkanäle von Lemmer, die Grundstücke hier haben alle direkten
Zugang zum Wasser und das Boot liegt direkt vor dem Haus
- ein Traum.
Beim Hafen
angekommen
können wir am
Meldesteiger
direkt vor dem Hafenmeisterbüro festmachen, er weist uns einen
Platz zu, den wir auch gleich ansteuern. Die Fingerstege sind hier
sehr kurz gehalten, weswegen wir rückwärts anlegen müssen, so
können wir das Boot über das Heck verlassen. Nach dem langen
Tag freuen wir uns auf das neue großzügige Sanitärgebäude und
gehen erstmal duschen, leider kommt aus dem Duschkopf nur ein
bescheidener kraftloser Wasserstrahl, der es schon schwierig
macht die Haare auszuwaschen 😒 Entschädigt werden wir aber
nach unserem Abendessen durch einen schönen Abendhimmel 😃

Tag 9: Lemmer

Heute wird mal nicht gefahren, sondern ein Gang durch den Ort
gemacht. Bei schönstem Wetter 🌞🌞 schlendern wir an dem
Stadtkanal Sylroede entlang, vorbei an den beiden Zugbrücken,
links und rechts haben hier die Boote fest gemacht.
Die
Gastronomie
liegt mit ihren
Tischen direkt
am Ufer, so
dass man sich
prima dorthin
setzen und die Durchfahrten der Schiffe beobachten kann.
In der Ferne
sieht man die
Klappbrücke,
die dann zur
alten Schleuse
Lemstersluis
führt, diese
stammt aus
dem Jahr 1887.
An dem einen
Ende stehen
2 kl. Häuschen,
eines von ihnen
diente damals
dem Schleusen-
wärter als Woh-
nung, in dem
anderen wird
noch heute der Wasserstand des IJsselmeeres gemessen.
Beim Rückweg zur
Innenstadt müssen wir bei
der Oudesluisbrug
(Alteschleusenbrücke
= Klappbrücke s.o.)
warten, denn sie wird
alle paar Minuten für die
durchfahrende Schifffahrt geöffnet, dabei sehen wir an ihrer Unterseite ein
angebrachtes Bild, es stammt von Hesam Kakay und hat den Titel Spiegelung.
Es handelt sich hierbei um ein Kunstprojekt aus dem Jahre 2018, es waren
über ganz Friesland verteilt fast 80 Kunstwerke unter den Brücken angebracht
worden, die Künstler stammten überwiegend aus der jeweiligen Gemeinde
> eine tolle Idee 👍
Auch wir lassen uns nun
in einem der kanalnahen
Lokale nieder, genehmigen
uns dort eine Erfrischung 🍺
und schauen der Schifffahrt zu, sie scheint zum Greifen nahe an
uns vorbei zu fahren. Von der anderen Seite dringt nach kurzer Zeit
Musik wie von einer ganzen Kapelle an unser Ohr, doch man sieht
lediglich eine einzelne Person, von der die Musik ausgeht. Im
Laufe unserer Pause stellen wir fest, er dreht hier anscheinend
den ganzen Tag seine Runden und unterhält damit die Touristen.
Es fehlt ihm allerdings ein Beutelchen, in dem man
Kleingeld werfen kann, ob er wohl von der Stadt angestellt ist?
Für uns führt der weitere Weg am Strand von Lemmer vorbei, es ist Samstag und er ist gut besucht.
Was auffällt, kaum jemand hat hier einen Sonnenschutz in Form eines Sonnenschirmes oder Strandmuschel dabei,
 fast alle "braten" so in der Sonne, die arme Haut 😱

Unser Abendessen nehmen wir nach dem Gang in Form
eines leckeren selbst gemachten gemischten Salates ein
und machen danach noch einen Gang durch den Hafen.

Wie schon
am Vorabend
verabschiedet
sich die Sonne
mit einem
schönen
Wolkenbild.





Tag 10: Lemmer > Sneek

Bevor es heute weiter geht
steht der morgendliche Motorcheck an, erst wenn
da alles in Ordnung ist,
wird die Maschine gestartet.
So können wir ohne Pro-
bleme kurz nach 10 Uhr den
Hafen verlassen und zum
Prinses Margrietkanal
zurückfahren, auf dem Weg
dorthin sind wir wieder
begeistert von der schönen
Lage der Häuser hier.

Auf dem breiten Kanal ist es angenehm zu fahren,
denn es ist nicht so voll wie ich im Vorfeld erwartet hatte.
Nach ca. 10 km
biegen wir nach
Backbord (links)
in den
schmaleren
Jeltesleat ab,
nun wird es
etwas voller auf
dem Wasser, aber alles noch gut zu händeln.
Nach einem
kurzen Stück
fahren wir über ein Aquädukt, hier wird die Straße unterhalb
des Kanals geführt. Vor dem Bau war hier die angeblich
meistbefahrene Brücke von Friesland, 70.000 Boote fahren
hier jährlich her und fast alle wollen nach Sneek - so wie wir 😁
Hierfür müssen wir bald
nach Steuerbord (rechts) in
den Wide-Wimerts-Kanal
abbiegen und die Zugbrücke
bei Osingahuizen passieren,
diese hat gerade passend
offen. An ihr hängt schon ein
Schild mit dem Hinweis, dass die Stadtdurchfahrt durch Sneek demnächst
gesperrt wird, denn Anfang August ist dort immer die Sneeker Woche, wir
sind zum Glück noch vorher da und hoffen auf einen schönen Liegeplatz vor
dem berühmten Wassertor, aber wirklich dran glauben können wir nicht:
mitten im Sommer vor dem Tor zu liegen kommen ... UNWAHRSCHEINLICH
Aber zurück zum hier und jetzt:
Diese schönen Plattbodenschiffe mit ihren roten Segeln
begeistern mich immer wieder, sieht einfach schön aus.
Die Ortsdurchfahrt durch
IJlst ist geprägt von wunder-
schönen gepflegten Grundstücken, die direkt am Wasser liegen.
Leider geht die
Zugbrücke hier
vor unserer
Nase wieder
herunter, so
dass wir an der
Seite fest-
machen, doch
das hat sich
nicht gelohnt,
denn schon öffnet sie sich wieder und wir können weiter fahren


Direkt bei Sneek gibt es eine weitere ehemalige Engstelle, das
De Geau-Aquädukt, auch hier wurden viele Erdmassen bewegt
um den Auto- und auch den Schiffsverkehr flüssiger zu gestalten
> HERVORRAGEND 👍


Nun befinden
wir uns auf
der heutigen
Zielgeraden,
wir fahren auf
 das Tor zu und
es gibt wirklich
noch mehrere
Anlegeplätze
HURRAAAAAA


Nachdem wir eine Ehrenrunde direkt vor dem Wahrzeichen
gedreht haben, fahren wir ein Stück zurück und machen in Ruhe
 fest. Es ist erst 13:30 Uhr, so haben wir noch einen
schönen 😃 langen 😃 freien 😃 Nachmittag vor uns:
zunächst heißt es aber > lesen > schreiben > schlafen

So, ausgeruht und ausgeschlafen, es geht auf eine kleine Erkundungstour und
einkaufen muss auch mal wieder sein. Das erste was uns auffällt ist der aus
dem Jahre 1908 stammende Wasserturm, denn er steht schräg gegenüber auf
der anderen Uferseite. Weiter geht es über den Veemarktparkplatz,
hier sind die Sanitäranlagen in einem kleinen Gebäude unterbegracht,
es sieht einfach und schlicht aus, aber es ist alles da, was man so braucht.
Nun geht es über die Wonderbrücke
rüber zum Wassertor. Es stammt aus
dem Jahre 1613 und diente damals
mit 4 anderen Wassertoren der Stadt-
sicherung, damit war und ist Sneek einzigartig in Friesland. Dieses ist das
einzig noch erhaltene und das hat es
der Bevölkerung zu verdanken, denn es
sollte im 19. Jhdt. abgerissen werden.
 Vorbei an dem Grootzand geht es rüber
zum Kleinzand, hier sind
noch viele alte Gebäude
und auch das friesische
Schifffahrtsmuseum ist
hier beheimatet.
Auf der anderen Seite des
großen Kreisverkehres
befinden sich die Läden Aldi und Jumbo, unser eigentliches
heutiges Ziel (später stellen wir fest, dass VIEL näher
der Poiesz- und Aldimarkt am Boschpleinplatz ist 🙈)



Auf dem Rückweg beobachten wir eine Weile die Ausflugsboote,
wie sie mit geduckter "Mannschaft"
durch die Koemarktbrücke fahren.



Doch leider
müssen wir uns
wegen der
Einkäufe
- trotz neuer rollbarer Trolleykühlbox -
auf den weiteren Rückweg machen, denn es sind fast 30°C.
Über die Wonderbrücke geht es zurück zu den Anlegestellen.
Ab 18 Uhr kommt noch der Hafenmeister und kassiert
die Hafengebühr (1,30 €/lfm), vorher ist das Liegen hier kostenlos.
Auch hat er Infomaterial für uns über Sneek dabei 👍


Tag 11: Sneek

Morgens nach dem Aufstehen ist es immer Ludgers erste
Amtshandlung, die Persenning aufzurollen (sofern sie trocken ist),
dabei fällt ihm heute ein unangemeldeter Übernachtungsgast auf,
eine Heuschrecke fand es hier wohl sehr gemütlich. Ich befördere
sie vorsichtig mit einem Schuh nach draußen und setze sie auf einen der Bäume.

Dabei sehe ich,
dass weiter vorn
schon das erste
Schiff ablegt,
noch vor dem
Frühstück legen
wir uns um und sind so noch dichter am Wassertor 👍
Direkt neben uns ist ein schönes Haus aus dem Jahre 1900.
Nach dem Frühstück machen wir erneut einen Gang durch die Stadt Sneek, die seit 2011 zur neu gegründeten Gemeinde Súdwest-Fryslân gehört und ca. 34.000 Einwohner zählt.

Von der Wonderbrug haben wir einen schönen Blick
auf die Lemmerbrug, die direkt neben dem Wassertor liegt.
Im Sommer ist sie täglich
von 9:00 bis 20:00 Uhr in
Betrieb, oft am Tag öffnet
sich die Klappbrücke um die
vielen Schiffe passieren zu
lassen, morgen wird sie sich
auch für uns aufklappen.
Auf dem Weg zum Sneeker
Wahrzeichen fallen mir die-
se schönen Blumen auf 😍
Vom Wassertor aus
schauen wir in Richtung
Westen auf den Kanal
De Geau, von dem wir
gestern gekommen sind
und nun rechts in der
Runde liegen, fast ein
Logenplatz 😊

Wir gehen ge-
radeaus weiter
an der Stads-
gracht vorbei,
auf der
südlichen Seite zweigt an der Woudvaartbrug der Wasserweg
Wâldfeart ab, sie trifft nach ca. 5 km wieder auf den Prinses
Margrietkanaal, auch die planen wir morgen zu fahren.
Über die
Harinxmabrug
wechseln wir
die Seite, diese Brücke wurde 1920 erbaut und bei der
Restaurierung 1985 darauf geachtet, dass nötige erneuerte Teile
dem ursprünglichen Gesicht angepasst wurden, so dass
die Brücke in der Optik erhalten blieb.
Über die
Koopmans-
gracht gehen
wir zurück
zur vorherigen
Klappbrücke,
dabei verläuft der Weg durch ein Privathaus 😂
Über den Selfhelpweg geht
es rüber zur bekannten
Werft Aquanaut, hier wollen
wir einfach mal schauen, was für schöne Schiffchen
gerade im Angebot sind 😉
Gefallen würde uns natürlich das Schiff mit dem schönen Namen Iron Maiden
(britische Heavy Metalband), mehrfach haben wir sie schon live erleben dürfen,
ist der Preis hier aber dann doch ein bisschen über unseren Möglichkeiten 😲




Wir gehen zurück zum Wassertor,
an der Martinikerk vorbei zum Rathaus,
sein Ursprung stammt aus dem
Jahre 1478, es wurde mehrfach
erweitert und umgebaut,
die Freitreppe selbst
stammt aus dem Jahre 1745.
Schön ist auch der noch
vorhandene Briefkasten,
ob er wohl noch in Betrieb ist ...





In der Innenstadt gönnen wir uns
in einem Café eine Erfrischung
bevor es gemütich weiter geht,
nochmals durch das Wassertor
auf die andere Seite des
alten Hafenbeckens De Kolk
und schauen uns von dort
mal das Wahrzeichen
und unseren Liegeplatz an.
Ein kurzer Abstecher noch
zu dem neu entdeckten
Aldimarkt um die Ecke,
fix etwas Gemüse kaufen
und dann zurück zum Boot.

Hier angekommen heißt es Füße hoch, Teepause mit Gebäck
und den wunderschönen Ausblick genießen 😍

Zu schauen gibt es hier immer etwas:
die Lemmer-
brücke klingelt
alle paar
Minuten, das
heißt, sie öffnet
mal wieder und
neue wie auch
alte Schiffe
fahren hindurch,
sie alle nutzen
die kostenlose
schöne Stadtdurchfahrt hier in Sneek. So auch das friesische
Segelschiff TROUWE HULP aus dem Jahre 1926, man nennt sie auch Skûtsjes, sie bietet Segelausflüge in Friesland an und es können bis zu 16 Personen mitfahren.
Am Abend gibt es leckeren frischen Salat mit Brot und einen Rotwein dazu 😋
Ab 20 Uhr ist auch das Brückenklingeln nicht mehr zu hören,
denn nun bleibt sie bis morgen früh 9 Uhr geschlossen.
 Am Nachmittag wurden
von vielen fleißigen Händen
Lichterketten und Girlanden
aufgehängt, alles schon
Vorbereitungen für die
baldige Sneeker Woche,
angemacht werden sie
jedoch schon jetzt 😃
Auch das Tor ist angestrahlt
und bietet bei dem
nun ruhigen Wasser
ein schönes Spiegelbild.  


Tag 12: Sneek > Joure


Schon früh (für unsere Verhältnisse) sind wir auf und
möchten ein ruhiges Frühstück an Deck einnehmen,
doch auch die städtischen Mitarbeiter sind schon fleißig und
bringen alles für das bevorstehende Wochenende auf Hochglanz.
Mit seinem modernen
"Saubermachfahrzeug"
benötigt er jedoch eine
seeeeeeehr lange Zeit
mit entsprechender
Geräuschkulisse 🙉
um die kleine Stichstraße
IJlsterkade am gegenüber-
liegenden De Kolkufer von Unrat und Unkraut zu befreien. Da er auch mit
dem geräuschvollen Heißwasserstrahl nicht bis in die Ecken kommt, muss
er im Endeffekt doch aussteigen und Hand anlegen - nun ohne Lärm! 😁
Auch die Anwohner rüsten sich hier
für das Ereignis, hoch oben auf dem
Dach wurde ein Pavillon errichtet.
Hoffentlich ist er gut gesichert,
denn von windgeschützter Lage
kann dort nicht die Rede sein,
dafür haben sie sicherlich einen fantastischen Überblick über das Viertel.
Wir starten kurz nach
10 Uhr und können
die Lemmerbrug zügig
passieren, doch bei
der anschließenden
Woudvaartbrug sehen wir
ein rotes Signal, jedoch
keinen Brückenwärter.
Nun heißt es im engen
Kanal dümpeln, aber auch
den vorbeifahrenden Schiffe Platz gewähren. Nach einem Anruf
erfahren wir, dass der Brückenwärter erst ab 11 Uhr vor Ort ist,
vorher muss man halt telefonieren. Er kommt prompt von der
Lemmerbrug rüber und lässt und in die Wâldfeart einbiegen.
Hier bietet sich schon nach
kurzer Zeit das inzwischen
gewohnte Bild von nieder-
ländischen Gründstücken,
die am Wasser liegen:
herrliche Gärten mit
eigenen Bootsstegen direkt
am Haus. Ein Bewohner
von ihnen hatte wohl einen
runden Geburtstag, ist aber
hoffentlich noch nicht auf
den Rollator angewiesen,
der an der aufgeblasenen
Puppe integriert ist.
Nach ca. 5 km kommen
wir an die Kreuzung mit
dem Prinses Margrietkanaal, hier ist schon einiges an Verkehr,
wir fahren entgegen unser ursprünglichen Planung geradeaus
rüber und gelangen bald in den See Langwarde Wielen.
Dieser ist gut
besucht von
Segelbooten,
die hier reichlich
Platz für ihre
Manöver haben.
Was man auch immer wieder sieht sind große altte Segelschiffe wie dieser Klipper
RISICO aus dem Jahre 1895, man kann ihn mit Skipper buchen für
die unterschiedlichsten Anlässe, 20 Personen können auf ihm übernachten. Hier sieht es so aus als wäre er die Basis für eine
Segelschule: lauter kleinere Boote haben an ihm festgemacht.

Wir durchfahren diesen See und verlassen ihn in Richtung
Nordosten durch die Klappbrücke, danach biegen wir ab
in die Jouster Sylroede, hierfür müssen wir die offene
Schutzschleuse Jouresluis passieren. Bei einer Breite von
nur 6,90 m ist das lediglich im Einbahnverkehr möglich.
Nach ca. 2 km
begrüßt uns die
Groene Molen
von Joure,
wir fahren an
ihr vorbei in
den Stadtkanal
De Kolk, dieser
ist links und
rechts völlig be-
legt mit Booten.
Ohje 😱
hoffentlich bekommen wir noch einen Platz im Passantenhafen.
Schon bald gelangen wir an die etwas enge Hafenzufahrt
und stellen fest, hier ist um diese Zeit, es ist grad mal Mittag,
freie Platzwahl 😃👍
Kurz nach uns
trifft auch eine befreundete Familie aus Oelde mit ihrer ARGO hier ein und kommt sogar neben
uns zu liegen. Wir hatten kurzfristig den Termin abgemacht und
deswegen unsere ursprüngliche Planung für diesen Abstecher
geändert. Während die Männer uns beim Hafenmeister anmelden,
richten wir Frauen mit deren Sohn den Sitzplatz an Land ein.
Hier nehmen
wir nicht nur
den leckeren
Anlegeschluck,
sondern grillen
auch am Abend und trinken das ein oder andere Bierchen 🍺🍺 
Zwischendurch testet Ludger mit dem Sohn der Familie die
Vorzüge eines Dingis (kleines Boot, das man am Heck hängend
mit sich führt) und kommt begeistert wieder. Auch andere
nützliche Dinge werden jeweils beim anderen entdeckt und
auf die Möchte-ich-gerne-haben-Liste gesetzt ... 😄
Es war ein toller Abend mit euch - gerne mal wieder 👍

Tag 13: Joure > Burgumer Meer

Am Morgen geht es erstmal zu dem großen Sanitärgebäude um
die Duschen zu testen, sie haben einen schönen krätigen Wasser-
strahl, sehen aber ansonsten aus als wäre seit langem keiner hier
gewesen, um mal sauber zu machen - SCHADE. Zum Frühstück
lassen wir uns die frischen Brötchen vom Brötchenservice
schmecken (tags zuvor kam ein junger Mann zu den Booten und hatte Bestellzettel der Bäckerei dabei) > prima Service 👍
Anschließend
verabschieden
wir uns vonei-
nander und le-
gen wieder ab,
es geht den
gleichen Weg
zurück, den wir
vortags ge-
kommen waren,
durch den im-
mer noch vollen
Stadtkanal
und weiter zur offenen Schutzschleuse (weiß wohl jemand,
wann sie gebaut wurde?). Hier trennen sich unsere Wege:
Familie B. fährt nach Backbord (links) Richtung Lemmer,
wir biegen ab nach Steuerbord (somit rechts) Richtung Norden 👋
Der erste
Abschnitt ist
der beschauliche Noarder Alde Wei, hier sehen wir wie schon oft
zuvor an mehreren Stellen die Marrekriten. Das sind Liegestellen
  in Friesland,
überwiegend
in der Natur
gelegen, an
denen man
für maximal
3 Nächte
kostenlos
festmachen
darf, die Organisation
(friesische Gemeinden)
kümmert sich um deren
Instandhaltung. Es gibt
inzwischen über 3500 dieser Anlegestellen und auch über 100 MarBoei-Bojen,
ausgestattet sind die Anleger meist mit Müllcontainern und hier in diesem
Fall sogar mit einem WC-Häuschen und einer Abpumpstation.
Freiwillig unterstützen kann man sie durch Spenden und durch den Kauf
einer Marrekritenflagge, diese kostet 15 € und man bekommt auch noch
eine Karten dabei, in der alle Marrekriten eingezeichnet sind
- wir haben sie uns schon in Lemmer besorgt 👍
denn für heute ist so ein Marrekriteanleger geplant,
aber noch habe wir ein paar km zu fahren ...
Eins noch: Auch im Fahrrad- und Wanderwegenetz sind sie aktiv.



Nach insgesamt 45 Minuten Fahrzeit erreichen wir den See
Goaiingarpyster Puollen, dieser ist u.a. durch die Schneise
Sijbesloot mit dem Snitser Mar (Sneekermeer) verbunden.
Hier stoßen wir
wieder auf
unsere
ursprünglich
geplante Route,
den Prinses
Margrietkanaal,
der hierdurch verläuft. Am Ende des Sneekermeers
liegt die meist offene Schutzschleuse Terherne,
sie wird jedoch wohl nur bei starken SW-Winden geschlossen.



Kurz vor dem Ort Grou liegt wieder ein Aquädukt:
unten fließt der Verkehr der A32 und
oben fahren wir auf dem Prinses Margrietkanaal,
ein Bild aus Sicht der unteren Ebene wäre jetzt schön ...






Auf dem See Pikmar dreht das Ausflugs- und Partyschiff
FRISIAN QUEEN seine Runden.





Hinter Grou beim Biggemar steht eine sehr kleine Windmühle,
dieser Typ dient der Entwässerung der Felder.




Im Burgumer Bereich passiert schließlich das,
wonach sich viele Leute schon seit langem sehnen
- uns eingeschlossen -
aber doch nicht jetzt,
kann das nicht nachts passieren:
es regnet heftig
mit dicken Tropfen ⛆ 😒

Da wir dabei durch die Plastikscheiben nichts sehen, muss der Fußhocker
wieder als Sitz herhalten und Ludger schaut unten durch die Glasscheiben.
Zum Glück dauert dieses Spektakel nur ca. 30 Minuten und
passend zum Anlegen im Burgumer Mar hört es wieder auf.

Hier schauen wir nach
einer geeigneten Marrekrite,
 Auswahl und Platz
ist reichlich vorhanden,
so werden wir schnell fündig
und liegen schon bald
fest an einem Steg
mit wunderschönem Ausblick in die Natur.
Es ist noch früher Nachmittag, so können wir
den Rest des Tages mit angenehmen Dingen verbringen
> schlafen > lesen > schreiben   >>> urlauben halt

Tag 14: Burgumer Meer > Groningen >> Brückentag

Morgens lassen wir es - passend zur Umgebung - ruhig angehen,
andere Schiffe haben die Liegestelle schon zeitig verlassen,
doch wir haben keine Eile,erst kurz vor 11 Uhr
verlassen wir diesen schönen Ort 😒

Auf unserem
Weg über
den Prinses
Margrietkanaal
passieren wir
heute mehrere
bewegliche Brücken, schon bald erreichen wir die Drehbrücke
bei Skûlenboarch/Schuilenburg. Die Durchfahrtshöhe (DFH) liegt
hier nur bei 50 cm, auf Anforderung wird dieser Straßenbereich
mittig verdreht, so dass 2 Durchfahrten entstehen. Dank dem
Berufsschiff ADRIAAN-J, der vor uns fährt, müssen wir nicht
mehr funken.

Die Klappbrücke bei Kootstertille ist so schon hoch genug
und muss für uns beide nicht geöffnet werden,
hier beträgt die DFH 7,30 m.
Das gleiche gilt für die Klappbrücke von Blauwverlaat.


Die Drehbrücke
Stroobos bei
Gerkesklooster
wird für uns
wieder gedreht,
so dass wir sie ungehindert passieren können.
Direkt nach un-
serer Durchfahrt
beginnt sie
schon sich
zurück
zu drehen,
damit der Autoverkehr wieder seine Fahrt aufnehmen kann.
Kurz hinter der Brücke endet Friesland und wir kommen in die
Provinz Groningen, außerdem wechselt der Kanal seinen Namen,
von nun an heißt er Van Starkenborghkanaal, ansonsten ändert
sich aber nichts, die Kilometrierung ist fortlaufend.

Die Brücke
Eibersburen ist
wieder eine
Klappbrücke,
aber sie muss
bei eine DFH
von 9,40 m
nicht geöffnet
werden, der
klappbare Teil
befindet sich
im südlichen
Bereich.

Passend zur Schleuse Gaarkeuken öffnet sich der Himmel und es fängt
an zu regnen, ich schaffe es noch vorher die Regenmontur anzuziehen,
Zeit für die Regenstiefel war leider keine mehr,
so bekomme ich durch die löchrigen Schuhe nasse Füße 😕

2 km östlich von ihr
steht am Nordufer die
Zwakkenburgermühle,
sie war von 1865 bis 1955
 in Betrieb, verfiel danach
bis sie von den
Groninger Mühlenfreunden
restauriert wurde und seit
2003 wieder in Betrieb ist.



Bei Zuidhorn unterfahren wir die Eisenbahnbrücke,
sie wurde zweijähriger Bauzeit erst im letzten Jahre eröffnet
 ihre DFH beträgt 9,10 m.

Direkt danach
folgt die
Hubbrücke
Zuidhorn,
auch sie
stammt aus dem
Jahre 2018.
Ihre DFH von 4,00 m hätte für uns gereicht, wenn wir unseren
Geräteträger legen, doch wir sind immer noch hinter ADRIAAN-J
und für ihn wird sie gehoben > um so angenehmer für uns 👍


Die alte
Hubbrücke
Aduard wird
zurzeit noch
abgerissen,
die neue 800 m
weiter östlich
scheint
baugleich mit
der vorherigen
Brücke zu sein.




Zur Abwechslung mal kein Brückenbild:
hier wurde ein Skifan kreativ und
hat aus seinen alten Brettern 2 Bänke gebaut
> tolle Idee 👍








Zurück zum Thema Brücken:
die Neue Hubbrücke Dorkwerd bei km 7,8
hat ein moderneres Erscheinungsbild als die vorherigen beiden,
außerdem hat sie eine normale DFH von 4,50 m.




Die Paddepoelsterbrug nördlich von Groningen wurde
am 26. September 2018 bei einer Frachterkollision beschädigt,
noch in der Nacht wurde damals der drehbare Teil entfernt
(im Netz gibt es entsprechende anschauliche Bilder dazu).
Dort war auch
von einem
Neubau und
einer provi-
sorischen Fußgänger-/
Radfahrbrücke
die Rede, doch davon ist hier nichts zu sehen,
man kann ungehindert den Bereich befahren. Die Anwohner
müssen seitdem größere Umwege in Kauf nehmen.



Seit 2003 fährt der Zugverkehr bei Groningen
über die Walfridusspoorbrug, diese ähnelt der von Zuidhorn.
Leider sind
auch hier in den
Niederlanden
die
Schmierfinken
unterwegs
😒👎






Nun zur letzten originellen Brücke von heute,
die Gerrit Krolbruggen, genau genommen sind es 3:
die Straßenbrücke in der Mitte und
rechts und links davon die erhöhten Fußgängerbrücken.
Auch nur auf diese bezieht sicht die Brückenpegelanzeige
am Südufer, es zeigt eine DFH von 6,50 m an.




Der Straßenteil ist hier dank ADRIAAN-J
(ja, er hat uns den ganzen Tag begleitet bzw. wir ihn 😄)
schon zur Seite gedreht, hätte eine DFH von nur 2,40 m.






Die letzte Aktion mit dem Berufsschiffer wird die Fahrt durch
die Oostersluis, hier sind nochmals 2 Klappbrücken, je eine bei
der Ein- bzw. Ausfahrt, doch die werden automatisch geöffnet.
Bei der Einfahrt
werden wir von
vielen Möwen
begutachtet, die
aber zum Glück
friedlich auf
den seitlichen
Dalben sitzen
bleiben.

Hinter der Schleuse liegt das Kanalende und wir befinden
uns sehr zentral in Groningen, direkt an der Kreuzung fahren wir
nach Steuerbord (rechts) in den Yachthafen Groninger MBC.
Die Einfahrt ist zickzackmäßig angelegt und man meint anfangs,
man fährt auf Bootsgaragen zu, doch weiter rechts herum
kommt man auch zu den "normalen" Liegeplätzen.
Der Hafenmeister hat sein Büro direkt nach der Einfahrt
etwas erhöht und winkt uns schon durch sein Fenster zu.
Sogleich kommt er herunter und weist uns
nach der Klärung der Bootslänge einen Platz zu > SUPER 👍
___













ich arbeite dran 💻 ...